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Pressemitteilung 4. September 2020

Beauftragte für Kirchlichen Entwicklungsdienst nach fast 20 Jahren verabschiedet

Hamburg (ce) – Die Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Dr. Mirjam Freytag, ist am Donnerstagabend im Rahmen eines Gottesdienstes in Hamburg aus ihrem Amt verabschiedet worden. Sie hatte die Aufgabe fast 20 Jahre lang inne und übernimmt im Oktober die Leitung des Bildungswerkes im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Plön-Segeberg.

Der Kirchliche Entwicklungsdienst (KED) beteiligt sich im Auftrag der Nordkirche an den Aufgaben, die der Überwindung der Armut, des Hungers und der Not in der Welt und ihrer Ursachen dienen. Er fördert dafür einerseits Projektpartner und Maßnahmen in Ländern des Südens und andererseits Projekte in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, in kirchlichen Einrichtungen und der Zivilgesellschaft vor Ort. Mit seiner entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt er Kenntnisse über globale Zusammenhänge und ermutigt Menschen, sich aktiv für eine solidarischere und nachhaltigere Lebensweise einzusetzen. Die Nordkirche stellt für den gesamten KED-Arbeitsbereich 3 % ihres Kirchensteuernettoaufkommens zur Verfügung.

Die 55jährige Diplom-Pädagogin und promovierte Kulturwissenschaftlerin hat in Dumaguete City (Philippinen) Hamburg und Tübingen studiert und in Vietnam für ihre Promotion geforscht. Bis 2001 war sie Referentin für Brot für die Welt im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein. Dann war sie als landeskirchliche Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst zunächst für die Nordelbischen Kirche tätig, die in 2012 mit den Landeskirchen Mecklenburg und Pommern zur Nordkirche fusionierte.

Im Rahmen ihrer Tätigkeiten hat Dr. Mirjam Freytag zahlreiche größere Bildungsprogramme, Projekte und Kampagnen angeregt und in Teams entwickelt. Sie verantwortete unter anderem den  Qualifizierungsprozess „zukunftsfähige Partnerschaften gestalten“, die Verleihung des „Eine Welt Preises“ der Nordkirche, hat das Netzwerk der Ökumenischen Arbeitsstellen in allen Kirchenkreisen aufgebaut und das Kirchliche Bündnis zum G20 Gipfel in Hamburg unter dem Motto „global gerecht gestalten“ organisiert.

Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Repräsentanz der Nordkirche in den bundesweiten KED-Strukturen und die Vertretung des Arbeitsfeldes Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche in zivilgesellschaftlichen Netzwerken und gegenüber staatlichen Stellen.

Am Donnerstagabend ist sie in der Christianskirche in Hamburg-Ottensen von zahlreichen Kolleg*innen und Weggefährt*innen verabschiedet worden.